Die 5 Kampfmaschinen der Shaolin (1979)

Als vierter Film der „Die tödlichen Shaolin“-Box stelle ich heute DIE 5 KAMPFMASCHINEN DER SHAOLIN (1979) vor. Er gehört zu den Filmen, die Regisseur Chang Cheh mit seiner Crew der Five Venoms drehte.

Die berüchtigte Drachenbande – Golden Arm (Lo Meng), Iron Armour (Johnny Wang), Silver Spear (Lu Feng) und Copperhead (Yang Hsiung) – hat es auf einen Goldtransport abgesehen. Dieser wird angeführt von Schwertmeister Li Chin-Ming (Pai Wei) und seiner Schwester Leng Feng (Helen Poon). Doch der Trek erleidet durch Fallen und Attacken der Räuber schnell Verluste. Da bietet ein alkoholkranker Fremder (Philip Kwok) seine Hilfe an. Denn er war einst Mitglied der Bande…

DIE 5 KAMPFMASCHINEN DER SHAOLIN ist ein relativ einfach gehaltener Eastern, der auf eine recht schnelle Abfolge von Kämpfen setzt. Dabei verschenkt die Geschichte leider ein wenig Potenzial für soliden Spannungsaufbau, da sie kriminalistische Ansätze, etwa in diversen Anschlägen auf die Teilnehmer des Transports, eher stiefmütterlich behandelt. Doch das Erzähltempo ist angenehm hoch, so dass dies zu verschmerzen ist. Die Kämpfe sind schnell und brutal, insgesamt ein flotter Actioner, auch wenn die Venoms nicht zu Hochform auflaufen. Sowieso scheint der Film eher preiswert produziert, es gibt nicht viele Kulissen und auch die Exterieurs sind schnell als Studioaufnahmen zu erkennen.

Ich mag den, vielleicht auch gerade wegen seiner direkten und einfachen Art. Es gibt für die kurze Spielzeit eine große Anzahl an extravaganten Kämpfern und Waffen, sowie ansprechend blutige Action. Die leichten Krimi-Anlagen verkümmern ein wenig im letzten Drittel, sind mir aber grundsätzlich sympathisch. Da hätte man sicher mehr rausholen können, aber das war wohl damals einfach auch nicht die Intention. Der Film kann den Muff einer Fließbandproduktion nicht gänzlich abstreifen, aber funktioniert in diesem Rahmen wirklich gut.

Die deutsche Kinofassung von DIE 5 KAMPFMASCHINEN DER SHAOLIN war mal wieder um ganze 8 Minuten an Handlung gekürzt. Auf Video wurde sogar noch ein (Gewalt-)Schnitt mehr vorgenommen. Dafür hatte der Film von jeher eine Jugendfreigabe ab 16 Jahren. Die neu veröffentlichte Blu-ray von Black Hill enthält natürlich die ungeschnittene Fassung des Films, die Kinofassung liegt als Bonus bei.

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Author: Thomas Hortian

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